Krafttraining für die FRAU

10 / September 2014

Warum du als Frau Krafttraining betreiben solltest.

Für Männer ist es Gang und Gebe: Wir gehen ins Fitnesstudio, um unsere Muskeln zu trainieren und nachhaltig Muskelmasse aufzubauen. Wir suchen unsere körperlichen Grenzen, damit wir über diese hinaus gehen können. Erst am Rande der körperlichen Erschöpfung und des völligen Muskelversagens fühlen wir uns in der Regel wohl. Dabei steht bei den Männern Krafttraining im Fokus der Bemühungen. Die Frauen der Schöpfung fokussieren sich eher auf die Fettverbrennung und beschränken die Bemühungen auf den Ausdauersport, sowie Bauch-Beine-Po Kraftübungen. Natürlich überspitze ich hier die Situation und verallgemeinere die Beobachtungen, die man im Fitnesstudio machen kann. Jedoch geht es in diesem Artikel vor allen Dingen um die Fragestellung: „Warum lohnt sich Krafttraining auch für Frauen?“. Zudem werden wir dir die Angst vor überproportionalen Muskeln nehmen können.

Trainiere wie ein Mann, nur härter!

Dein Ziel ist es primär Körperfett zu verlieren und dein Gewebe zu straffen? Dann halte dich fern von den Mythen, dass Ausdauertraining und Crash-Diäten dich zu deinem Traumkörper bringen. Hier zählt das selbe Prinzip wie beim Mann: Muskeln sirgen für zusätzliche Kalorienverbrennung und lassen dein Körperfettanteil sinken. Natürlich sollten wir das Training nicht nur rein auf das Krafttraining forcieren, sondern man sollte weiterhin ein gesundes Verhältnis zwischen Kraft- und Ausdauertraining achten. Mit dem Krafttraining bringst du den Muskelwachstum vorran und die Fettpolster zum schmelzen.

Trainiere anders als zuvor. Das Training mit ineffizienten Methoden und Leichtgewichthanteln gehört fortan der Geschichte an. Scheue nicht bis an deine Grenzen zu gehen. Nur dann wirst du Erfolge erzielen können. Das einzige was bei erheblichen Einfluss auf das Erscheinungsbild der Frau hat ist der Körperfettanteil. In Kombination mit durchtrainierten Muskeln gelangst du zur Bikinifigur. Zukünftig solltest du keine Angst vor überdimensionalen Muskelbergen haben. Dein Körper wird nicht innerhalb kürzester Zeit enorme Muskelmassen aufbauen und dein weiblicher Körper wird nicht zur maskulinen Bodybuilderfigur transformieren.

Auch bei der Frau gilt: Eine ausgeprägte Muskulatur kombiniert mit einem geringen Körperfettanteil sorgt für die optimale Bikinifigur. Häufig ist die Muskulatur am Hintern und anderen Körperregionen unter einer Schicht Körperfett verborgen und deswegen muss das Körperfett minimiert werden, bevor die Muskulatur zum Vorschein kommen kann. Für die Fettverbrennung setzt du auf ein Cardiotraining kombiniert mit einem Muskelaufbautraining. Natürlich sollte auch die Ernährung angepasst werden und gesund ausgelegt sein, damit du eine Grundlage für das Erreichen deiner Ziele bildest.

„Muskelaufbautraining lässt Frauen zu Muskelbergen transformieren“

Das ist natürlich völliger Schwachsinn. Die Angst vor dicken Armen, kräftigen Oberschenkeln und überproportionalen Muskeln ist völlig unberechtigt, denn der Muskelaufbau ist ein enorm langsamer Prozess, der durch deinen Hormonhaushalt determiniert ist. Deswegen solltest du dir keine unnötigen Sorgen um überproportionalen Muskeln machen. Diese Angst ist völlig unberechtigt, denn das für den ausgeprägten Muskelwachstum notwendige Testosteron ist im weiblichen Körper deutlich weniger hoch konzentriert. Damit ist der weibliche Muskelwachstum bereits von der Hormonbeschaffenheit begrenzt. Die erschreckenden Bilder von Bodybuilder Frauen sind nicht natürlich. Frauen in Männerkörpern nehmen synthetische Wachstumshormone auf und gelangen so zu dem maskulin anmutenden Körper. Zusammengefasst: Solange eine Frau natürlich trainiert, wird Sie nicht zum Bodybuilder.

Masse durch hartes Krafttraining

Häufig haben Frauen auch Angst vor den Muskeln, weil diese sie voluminöser erscheinen lassen. Auch diese Angst ist völlig unberechtigt, da dich Muskeln schlanker erscheinen lassen. Sollte jedoch der Fall eintreten, dass das Training für deinen Geschmack zu erfolgreich gewesen ist, dann schraubst du einfach das Training für diese Körperregion etwas zurück und der Muskelabbau bringt die Muskelpartie zum abnehmen. So kannst du selbst im Notfall alles regulieren.

Lokale Fettverbrennung

Zudem denken viele Menschen, dass man durch gezieltes Bauchtraining den Bauchumfang minimieren kann. Durch das Muskelwachstum steigt natürlich erst einmal der Umfang deines Bauches, da die zunehmende Muskelmasse das Fett weiter nach außen drückt. Jedoch steigt mit zunehmender Muskelmasse auch dein Grundumsatz und lässt die Pfunde schmelzen. Doch der zunehmende Bauchumfang löst häufig Unzufriedenheit aus und lässt deine Motivation einbrechen. Deswegen verabschiede dich von dem Gedanken Körperregionen in der Fettverbrennung gezielt angreifen zu können. Das wird im Regelfall nicht gelingen. Lieber solltest du auf ein ganzheitliches Training setzen, bei dem der gesamte Körper beansprucht wird. Diese Beanspruchung sollte intensiv und ausdauernd sein, damit du dauerhaft deinen Körperfettanteil senken kannst.

Verzicht auf Essen fördert den Gewichtsverlust

Kurzfristig gesehen mag das vielleicht stimmen, da man sich permanent im Kaloriendefizit aufhält. Langfristig gesehen ist dies jedoch keine gute Lösung, da durch das Kaloriendefizit der Stoffwechsel verlangsamt. Beim Training hat man nicht die nötige Kraft, um Gewichte in Bewegung zu versetzen. Weitere wichtige Stoffwechselprozesse sorgen bei dem Kaloriendefizit für einen Muskelabbau und einer Senkung des Grundumsatzes, somit ist die 0% Diät nicht von langfristiger Natur und schädlich für deinen Körper. Die Fettverbrennung an sich wird geringer und deine Leistungsfähigkeit nimmt ab. Deswegen solltest du dich lieber gesund ernähren, als gar nicht. Ich denke das leuchtet ein.

Cardiotraining

Das Cardiotraining optimiert zwar deine Fettverbrennung und lässt deine Muskeln hervorkommen, jedoch bringt es nur beschränkt einen Zuwachs zur Muskulatur. Größtenteils wird jedoch keine ausreichende Hypertrophie erzeugt, die den Muskel nachhaltig wachsen lässt. Cardiogeräte verbrennen lediglich Fett, formen jedoch nur bedingt einen knackigen Po, deswegen solltest du dein Cardiotraining in jedem Fall mit einem Krafttraining kombinieren, um sehr gute Erfolge erzielen zu können. Ein großer Vorteil vom Cardiotraining ist der sogenannte „Afterburn“-Effekt. Dieser trifft nach dem Training ein und sorgt dafür, dass zusätzlich in der Regenerationsphase Kalorien verbrannt werden. Neben dem Cardiotraining benötigt man für die Gewichtsreduktion ein Kaloriendefizit, damit man seine Pfunde verliert. Deswegen ist auch hier die Ernährung ausschlaggebend für deinen Erfolg.

Krafttraining birgt erhebliche Vorteile

Durch das Krafttraining wird dir so einiges leichter Fallen: Deine Körperhaltung wird sich verbessern, dein Gewebe wird straffer und du wirst dich fitter fühlen. Zudem wirst du merken, wie deine körperliche Leistungsfähigkeit zunimmt und dir das Tragen von schweren Sachen leichter fällt.

Das Wichtigste ist jedoch, dass du dein Leben auf den Fitnesslifestyle umstellst. Dann wirst du Erfolge erzielen, die dich erheblich weiterbringen, als wenn du in deinen Alltagstrott vor dir her dümpelst. Dafür relevante Impulse entnimmst du gerne unserem Fitnessblog.

 


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